Beeindruckende Bilder: Brasilianisches Kind wird in „Glückshaube“ geboren


Ein verzerrtes Gesicht sieht aus der trüben Flüssigkeit, die Nase plattgedrückt an der weichen, aber undurchlässigen Hülle. Der Mund ist geschürt, noch ein Foto, dann muss es schnell gehen. Ärzte zerschneiden die Fruchtblase einer brasilianischen Frau, die ihr Kind in einer „Glückshaube“ gebar. Hinter ihr drückt der Ehemann die Hand, daneben steht Jana Brasil und fotografiert.

Die professionelle Geburtsfotografin hat viele Babys zur Welt kommen sehen, aber auch für sie ist das ein besonderer Tag. In einer von 80.000 Geburten gleitet das Neugeborene in seiner Fruchtblase heraus, die im Anschluss von den Ärzten und Hebammen eingestochen und gelöst wird. Gefährlich ist die sogenannte „Glückshaube“ nicht, solange sie unmittelbar nach der Geburt geöffnet wird. Auch im Falle der kleinen Laura verlief die ungewöhnliche Geburt reibungslos.

Erstaunliche Bilder der Geburt in Brasilien

Jana Brasil teilte die entstandenen Fotos anschließend auf ihrem Instagram-Kanal und stieß eine Welle der Begeisterung hervor. „Unglaublich“, schreiben die Nutzer in den Kommentaren und gratulieren zur Geburt. Mehr als 500 klicken auf „Gefällt mir“.

Für die Eltern und alle im Geburtssaal Anwesenden ist es ein kleines Wunder, das Neugeborene in seiner Furchtblase zu sehen, die normalerweise während der Geburtswehen reißt oder von der Hebamme gezielt geöffnet wird.

Wie kam die „Glückshaube“ zu ihrem Namen?

Das Phänomen hat eine lange Tradition: Schon im Mittelalter wurde der Name der „Glückshaube“ geprägt, als Kinder unter der schimmernden Haut geboren wurden. Sie galt als gutes Omen und beschien dem Neugeborenen Weisheit und Großmütigkeit. Auch übernatürliche Fähigkeiten wurden jenen Kindern nachgesagt. 

Das dünne Häutchen ließ man anschließend trocknen und behielt es als Erbstück in der Familie, häufig nähte man Teile davon in die Kleidung der Kinder. Die Glückshaube galt als wertvoller Talisman. Später reichte der Glaube sogar so weit, dass Seefahrer den Müttern und Hebammen große Summen bezahlten, um ein Stück der Haut zu besitzen. Es festigte sich die Legende, dass der Besitzer einer Glückshaube von besonderem Glück beseelt sei und nicht ertrinken könne. In der Tradition der nördlichen Länder wohnte der Haut ein Schutzgeist inne oder ein Teil der Seele des geborenen Kindes.

Im April 2016 teilte die Venezulanerin Jasmine Perez ein Video der Geburt eines anderen Neugeborenen auf Facebook, das unter einer Glückshaube geboren wurde. Die Szene erreichte innerhalb weniger Tage mehr als 22 Millionen Nutzer. Das Video sehen Sie hier:

Phänomen "Glückshaube": Baby kommt mit intakter Fruchtblase zur Welt

  



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