Blockchain – McKinsey fällt vernichtendes Urteil über die Technologie


McKinsey-Berater kritisieren die Blockchain. (Grafik: Shutterstock)

Bitcoin-Bashing ist dieser Tage nichts Ungewöhnliches, doch Kritik an der dahinter stehenden Blockchain-Technologie kommt eher selten vor. Warum das Urteil von McKinsey einen wichtigen Sachverhalt übersieht.

Dass sich gerade in den letzten Wochen und Monaten die Stimmen häufen, die der Kryptowährung Bitcoin ein baldiges Versinken in der Bedeutungslosigkeit voraussagen, ist nicht neu. Dass sich das Bashing allerdings auch auf die dahinter stehende Blockchain-Technologie bezieht, ist tatsächlich ungewöhnlich. Doch genau das ist die Aussage der Unternehmensberatung McKinsey, die in einem kürzlich veröffentlichten Report urteilt, es gäbe Zweifel daran, dass das Potenzial der Technologie tatsächlich so hoch sei. Die Blockchain sei zu komplex und für viele Anwendungen gar nicht erforderlich, heißt es. Auch sei angesichts der hohen Investitionen, die man bereits in die Erforschung und Verbesserung der Technologie investiert habe, der Beweis immer noch nicht erbracht, dass die Blockchain-Technik einen entscheidenden Vorteil bringe.

Immense Investitionen in die Blockchain

Ein Problem, das immer wieder angesprochen wird, ist in der Tat die Skalierbarkeit beziehungsweise der Flaschenhals bei der Verarbeitung von Geschäftsvorgängen. Doch was insbesondere bei Bitcoins problematisch ist, stellt in vielen privatwirtschaftlichen Private Blockchains eben gar kein Hindernis dar. Hinzu kommt, dass man gegenüber einer solchen neuen Technik auch nicht zu ungeduldig sein darf. Viele heute genutzte Technologien erfordern eine gewisse Entwicklungszeit – und gerade etwas so Komplexes wie die Blockchain steht Unternehmen nicht von eben auf jetzt zur Verfügung.

Immerhin kommt die Einschätzung der McKinsey-Berater nicht nur aus einem Bauchgefühl heraus. Die Consultants hätten, so erklären sie in dem Report, rund 100 Blockchain-Projekte aus den Bereichen Finanztransaktionen, Healthcare bis hin zu Kunst analysiert. Kritisiert werden vor allem die immensen Kosten, die bei der Anschubfinanzierung erforderlich seien. Alleine die Finanzindustrie investiere rund 1,7 Milliarden US-Dollar im Jahr für Blockchain-Lösungen in der Experimetierphase.

t3n meint: Die Argumentation greift zu kurz: Die McKinsey-Manager argumentieren aus einer rein ökonomischen Lebenszyklus-Analyse heraus, vergessen aber, dass gerade Wissenschaft und Forschung anders funktionieren und dass Grundlagenforschung immens teuer und mit unsicherem Ausgang behaftet sein kann. Unternehmen im Pharmabereich und Forschungseinrichtungen rund um die Naturwissenschaften können ein Lied davon singen. Tobias Weidemann

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