Busspuren frei für Autos mit mehr als drei Insassen – Auto & Mobil


  • Verkehrsminister Andreas Scheuer will Verkehrssünder stärker zur Kasse bitten.
  • Wer keine Rettungsgasse bildet, soll zukünftig 320 Euro zahlen, für das Parken auf Radwegen drohen 100 Euro Bußgeld.
  • Die reformierte Straßenverkehrsordnung soll laut Medienberichten außerdem vorsehen, dass E-Scooter und Autos mit mehr als drei Insassen auf Busspuren fahren dürfen.

Im deutschen Straßenverkehr soll sich einiges ändern. Verkehrsminister Andreas Scheuer plant eine Reform der Straßenverkehrsordnung. Von dem Entwurf werden jetzt immer mehr Details bekannt. Vor allem Fahrradfahrer sollen besser geschützt werden. Das Parken in zweiter Reihe, auf Geh- und Radwegen sowie das Halten auf Schutzstreifen soll künftig bis zu 100 Euro Strafe kosten. Bisher sind es 15 bis 30 Euro. Auch das dreiminütige Halten auf Schutzstreifen soll künftig nicht mehr erlaubt sein. Das berichtet die Bild unter Berufung auf einen Entwurf der neuen Straßenverkehrsordnung.

Wiederholt hatte Scheuer in den vergangenen Monaten betont, dass er auch „der Fahrradminister“ sei. Die bisherigen Höhen der Bußgelder würden keine abschreckende Wirkung besitzen, hatte er bereits im Mai beim Radverkehrskongress in Dresden gesagt. Die Erhöhung der Bußgelder müsse Autofahrern „wehtun“, die Radfahrer behindern, hatte es aus dem Verkehrsministerium geheißen.

Fahrrad Den Autofahrern muss es wehtun

Den Autofahrern muss es wehtun

Verkehrsminister Andreas Scheuer will das Radeln sicherer und attraktiver machen – unter anderem mit strengeren Bußgeldern für rücksichtslose Autofahrer.


Von Markus Balser


Richtig teuer soll es nach Bild-Informationen jetzt auch für Fahrer werden, die keine Rettungsgasse bilden. Sie sollen 320 Euro Bußgeld zahlen. Zudem gibt es Änderungen für Busspuren in Städten: Sie sollen künftig auch von Autos mit mindestens drei Insassen sowie von E-Tretrollern genutzt werden dürfen. Ein neues Verkehrsschild könnte Autos das Überholen von Zweirädern ganz verbieten.

Die Pläne von Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) waren zum Teil bereits bekannt. Schon im April hieß es, dass das Verkehrsministerium 2019 Mittel in Höhe von etwa 200 Millionen Euro für den Radverkehr bereitstelle. Unter anderem soll es in Zukunft den schon lange geforderten grünen Pfeil für Radfahrer und ein generelles Halteverbot auf Fahrradwegen geben. Das Nebeneinanderfahren soll, solange es den Verkehr nicht behindert, ausdrücklich erlaubt sein. Lastwagen sollen beim Rechtsabbiegen nur im Schritttempo unterwegs sein dürfen, um Unfälle mit Radlern zu vermeiden.

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Das bringen Scheuers neue Fahrradregeln

Der Verkehrsminister will Radlern mehr Rechte einräumen. Experten und Interessenverbände begrüßen das – überzeugt sind sie aber nicht. Die Änderungen im Check.




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