Campusnetze: Volkswagen und andere wollen eigene 5G-Netze bauen


Volkswagen will bereits im kommenden Jahr mit dem Bau eigener 5G-Mobilfunknetze in den deutschen Werken beginnen. „Wir rüsten die Fabriken ab 2020 selbst aus“, sagte ein Sprecher der Wirtschaftswoche. Derzeit laufe die Ausschreibung für den Technologielieferanten.

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Auch Daimler und BMW wollen 5G-Frequenzen bei der Bundesnetzagentur beantragen. Laut einer Umfrage der Wirtschaftswoche streben auch große Industriekonzerne wie Siemens, Bosch, Airbus und BASF in ihren Werken 5G-Netze in Eigenregie an. Siemens und Bosch haben schon die ersten 5G-Testnetze in ausgewählten Werken aufgestellt.

Die Bundesnetzagentur hatte im März die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für das vorgesehene Antragsverfahren veröffentlicht, die die Bedingungen für die Nutzer und Nutzungen von lokalen 5G-Netzen konkretisieren sollen.
Lokale Glasfasernetzbetreiber wie Wilhelm.tel oder Netcologne wurden ausgeschlossen. „Ermöglicht werden sollen innerbetriebliche Anwendungen, keine Angebote für die Öffentlichkeit“, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur.

Audi testet mögliche 5G-Industrieanwendungen mit dem Ausrüster Ericsson bereits in seinem Production Lab in Gaimersheim bei Ingolstadt. „Wir werden eine Industrielizenz beantragen und ein werkinternes 5G-Netz aufbauen“, kündigte Arjen Kreis, Leiter der Automatisierungstechnik Karosseriebau bei Audi, an.

Die Deutsche Telekom will Kunden aus der Fertigungsindustrie als Mobilfunkkunden halten, indem sie Dual Slice anbietet. Stefanie Kuhlmann, Business Development Manager für 5G-Campus-Lösungen der Telekom, sagte im November 2018, der Betreiber werde im ersten Schritt das öffentliche Netz um den Industriestandort verstärken. „On top kommt ein privater Layer als privates Netz.“

Die Kombination aus einem öffentlichen und privaten Netz, das Kuhlmann als Dual Slice bezeichnet, sei sinnvoll. „Etwa für fahrerlose Transportsysteme, wenn das Campusareal verlassen wird, können wir ein Handover-Szenario bieten. Der Kunde kann selbst administrieren, welche Geräte im privaten und welche im öffentlichen Netz funken“, sagte Kuhlmann.



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