Coronavirus 2020 im News-Ticker aktuell: Rekordanstieg! Schon 361 Tote durch Virus-Erkrankung

Medizinisches Personal in Schutzanzügen verlegt einen Coronavirus-Patienten in eine Isolierstation.Bild: dpa
Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit hat in China schon mehr Menschenleben gefordert als die Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Montag den bisher stärksten Anstieg der Infektionen und Todesfälle innerhalb eines Tages. An dem neuen Coronavirus starben demnach erneut 57 Menschen. Damit stieg die Gesamtzahl auf 361 Tote – mehr als es durch das Schwere Akute Atemwegssyndrom (Sars) 2002/2003 in China gegeben hatte. Weltweit waren damals allerdings 774 Tote zu beklagen gewesen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen in China kletterte sprunghaft um 2829 auf 17 205 Fälle. Die Gesundheitskommission sprach zudem von mehr als 20 000 Verdachtsfällen.

+++ 03.02.2020: 16 Ausländer in China durch Coronavirus infiziert +++

In China sind 16 Ausländer mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Wie Außenamtssprecherin Hua Chunying am Montag in Peking berichtete, sind 14 von ihnen in einem stabilen Zustand und in Quarantäne. Zwei hätten bereits erholt das Krankenhaus wieder verlassen können. Um welche Nationalitäten es sich handelt, sagte die Sprecherin nicht. Nach früheren, offiziell unbestätigten Medienberichten haben sich mindestens zwei Australier, zwei Hongkonger und vier Pakistaner infiziert.

+++ 03.02.2020: Corona-Notklinik mit tausend Betten in Wuhan eröffnet +++

Im Kampf gegen das Corona-Virus hat China in weniger als zwei Wochen das erste von zwei Notkrankenhäusern in Wuhan hochgezogen. Das „Huoshenshan“ („Berg des Vulkan-Gottes“) genannte Hospital in Schnellbauweise hat rund tausend Betten und wurde am Montag eröffnet. Rund 1400 medizinische Kräfte des Militärs betreiben das Behelfshospital, in dem Lungenkranke zentral in Quarantäne kommen und behandelt werden. An den Unterkünften war seit 23. Januar Tag und Nacht gearbeitet worden.

Ein zweites Hospital mit mehr als tausend weiteren Betten soll am Mittwoch eröffnet werden. Es wird „Leishenshan“, „Berg des Feuergottes“, genannt. Nach dem chinesischen Volksglauben sollen die Götter des Feuers oder des Vulkans helfen, Krankheiten zu bekämpfen. Die beiden Nothospitäler sollen helfen, den akuten Mangel an Krankenbetten zu beheben.

+++ 03.02.2020: Wuhan-Rückkehrer in Frankreich nicht erkrankt +++

Etwa 20 unter Beobachtung stehende Passagiere, die aus der besonders vom neuen Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben sich nicht infiziert. Tests seien negativ ausgefallen, sagte der Staatssekretär im französischen Gesundheitsministerium, Adrien Taquet, am Montag im Sender BFMTV.

Die China-Rückkehrer kamen in Aufnahmezentren in der Nähe von Marseille. Sie waren zuvor auf dem Militärflughafen Istres untersucht worden, da sie nach Angaben von Gesundheitsministerin Agnès Buzyn Symptome gezeigt hatten.

In der Maschine, die am Sonntag in Istres angekommen war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

+++ 03.02.2020: Höhepunkt der Epidemie in China doch erst später als bisher erwartet +++

Chinesische Fachleute rechnen erst später als bisher erwartet mit dem Höhepunkt der Coronavirus-Epidemie in der Volksrepublik. „Wir gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Epidemie in zehn Tagen bis zwei Wochen erwartet wird“, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan, nach Angaben chinesischer Staatsmedien vom Montag. Dafür müssten aber vorbeugende Maßnahmen verstärkt werden. „Wir dürfen in unserer Wachsamkeit nicht nachlassen.“

Damit korrigierte der bekannte Experte seine bisherige Vorhersage von vor einer Woche, als er den Höhepunkt noch für Ende dieser Woche vorhergesagt hatte. Warum er den Zeitpunkt jetzt doch weiter in die Zukunft verschieben musste, sagte Zhong Nanshan nicht.

Obwohl die Ausbreitung des neuartigen Erregers zunimmt und das Virus bereits in jeder Provinz und Region Chinas nachgewiesen ist, rechnet er nach eigenen Worten nicht mit einem „nationalen Ausbruch“. „Es könnte eher nur ein partieller Ausbruch sein“, sagte Zhong Nanshan.

Der Experte verwies auf radikale Maßnahmen wie die Einschränkung der Bewegungsfreiheit für mehr als 50 Millionen Menschen in Zentralchina, verlängerte Ferien, Fieberkontrollen, abgesagte Veranstaltungen und persönliche Vorsichtsmaßnahmen, die bei den Bemühungen helfen dürften.

+++ 03.02.2020: Erneut starker Anstieg der Virus-Infektionen und Todesfälle in China +++

China hat den bisher stärksten Anstieg von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und Todesfällen innerhalb eines Tages gemeldet. An der Lungenkrankheit seien erneut 57 Menschen gestorben, teilte die Gesundheitskommission am Montag in Peking mit. Damit sind nun offiziell 361 Todesfälle in China zu beklagen. Die Zahl der bestätigten Infektionen kletterte den Angaben zufolge um 2829 auf 17 205. Weltweit sind rund 180 Fälle in etwa zwei Dutzend Ländern bestätigt. In Deutschland ist das Virus bei zehn Menschen nachgewiesen.

+++ 03.02.2020: Etwa 20 Wuhan-Rückkehrer in Frankreich mit Symptomen +++

Etwa 20 Passagiere, die mit einem Sonderflug aus Wuhan nach Frankreich zurückgekehrt sind, haben Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus. Es seien nun Tests geplant, teilte Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Sonntagabend in Paris mit.

Die Flugpassagiere waren Sonntag auf dem Militärflughafen Istres bei Marseille angekommen. Sie verblieben zunächst auf dem Rollfeld, sagte Buzyn.

In der Maschine, die von Frankreich gechartert worden war, befanden sich gut 250 Passagiere, davon rund 64 Franzosen. Ein Teil der Passagiere reiste weiter. In Frankreich sind bisher sechs Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt.

+++ 02.02.2020: Zwei China-Rückkehrer mit Coronavirus infiziert +++

Zwei der mit dem Bundeswehrflugzeug zurückgekehrten Passagiere aus China haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte die Kreisverwaltung Germersheim am Sonntag mit.

+++ 02.02.2020: Philippinen melden erstes Coronavirus-Todesopfer außerhalb Chinas +++

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

+++ 02.02.2020: Mehr als 300 Tote und 14.000 Coronavirus-Infektionen in China +++

Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten und daran gestorbenen Menschen in China ist erneut deutlich gestiegen. Mit 45 neuen Todesfällen habe die Lungenkrankheit nun insgesamt 304 Menschen das Leben gekostet, teilte die chinesische Gesundheitskommission am Sonntag in Peking mit. Die Zahl der bestätigten Erkrankungen kletterte demnach so schnell wie noch nie innerhalb eines Tages – um 2580 auf 14 380 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus erstmals auf den Menschen übergesprungen war, seien 1921 neue Infektionen hinzugekommen. Etwa 150 Erkrankungen sind bislang außerhalb Chinas bekannt, davon acht in Deutschland. Tote wurden bislang nur aus der Volksrepublik gemeldet.

+++ 01.02.2020: China-Rückkehrer erreichen Quarantänestation in Kaserne +++

Die mit einem Bundeswehrflugzeug zurückgekommenen Passagiere aus China haben ihre Quarantänestation in Rheinland-Pfalz erreicht. Ein dpa-Reporter sah am späten Samstagabend mehrere Busse mit den mehr als 100 Menschen in die Südpfalz-Kaserne in Germersheim fahren. Dort stehen für sie insgesamt 128 Zimmer in einem 2018 fertiggestellten Gebäude bereit.

Die deutschen Staatsbürger und Familienangehörige von ihnen waren am Samstag aus der vom Coronavirus besonders betroffenen Stadt Wuhan nach Frankfurt am Main geflogen worden. Sie sollen mindestens 14 Tage an dem Standort eines Luftwaffenausbildungsbataillons bleiben – so lange dauert die maximale Inkubationszeit, also die Frist von der möglichen Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch.

Die Bundeswehrmaschine war gegen 16.30 Uhr in Frankfurt angekommen. Nach der Landung wurden die Passagiere untersucht. Elf von ihnen seien in die Frankfurter Uniklinik gebracht worden, sagte Hessens Sozialminister Kai Klose (Grüne). Bei einem von ihnen müsse geklärt werden, ob er mit dem Coronavirus infiziert sei. Bei den anderen lägen andere medizinische Gründe vor, erläuterte Klose. Insgesamt seien 124 Passagiere in Frankfurt gelandet: 100 Deutsche, 22 Chinesen, ein US-Bürger und ein Rumäne.

+++ 01.02.2020: Mehr als 200 Tote! Coronavirus breitet sich aus +++

Das Virus breitet sich unterdessen weiter aus. Die Zahl der Infizierten in China stieg bis Samstag auf 11.791. Mit 46 neuen Todesfällen sind 259 an der Lungenkrankheit gestorben, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Es war der bisher stärkste Anstieg der Zahlen innerhalb eines Tages. Allein in der schwer betroffenen Region von Hubei mit der Provinzhauptstadt Wuhan und den umliegenden Städten kamen 45 Tote und 1347 neue Virusfälle hinzu, so dass dort jetzt 7153 Patienten gezählt wurden.

Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 25 Ländern rund 150 Infektionen gezählt. In Deutschland, wo sich erstmals auch ein Kind angesteckt hat, stieg die Zahl auf sieben. Der Vater ist ein infizierter Mann aus dem Landkreis Traunstein. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in München mitteilte, wurde zudem bei einem Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck die Lungenkrankheit bestätigt. Er arbeitet wie die ersten fünf Infizierten in Deutschland beim Autozulieferer Webasto.

+++ 01.02.2020:Rückholflug der Bundeswehr in Wuhan gestartet +++

Ein Flugzeug der Bundeswehr mit mehr als 120 Deutschen und anderen Staatsbürgern an Bord ist im chinesischen Wuhan zum Rückflug nach Deutschland gestartet. Das Einsatzführungskommando berichtete den Start über Twitter. Der Airbus A 310 wird am Samstagmittag in Deutschland erwartet. Auf dem Rückflug aus dem vom Coronavirus schwer betroffenen Gebiet legt der Jet noch einen Zwischenstopp in Moskau ein.

Unter den Betroffenen herrschte Erleichterung: „Glücklich am Gate zu sein“, berichtete eine Frau, die nicht genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur kurz vor dem Start. Die Gruppe hatte sich schon am Vorabend am Flughafen versammelt und dort auch die Nacht verbracht. „War bis hier doch alles schon ganz schön anstrengend.“ Nach ihren Angaben wurden 126 Personen aus Wuhan gezählt.

Nach früheren Angaben sollten rund 90 Bundesbürger und etwa 40 andere Staatsbürger ausgeflogen werden. Die Maschine der Bundeswehr war am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) nach einem zehnstündigen Flug in Wuhan gelandet. Auch die USA, Japan und andere Länder haben bereits Staatsbürger aus der Metropole geholt oder planen Rückholaktionen.

Es gebe unter den Passagieren niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas am Freitag in Berlin. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig. Beim Hinflug seien an Bord der Maschine auf Bitten Chinas 10.000 Schutzanzüge mitgenommen worden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

Nach der Landung am Flughafen Frankfurt sollen die Passagiere für die Inkubationszeit von 14 Tagen in Quarantäne kommen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist dafür eine zentrale Unterbringung in einer Ausbildungskaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Dieser liegt etwa 100 Kilometer vom Frankfurter Flughafen entfernt.

+++ 31.01.2020: Siebter Coronavirus-Fall in Bayern +++

In Bayern ist ein weiterer Mensch nachweislich an dem neuartigen Coronavirus infiziert. Damit stieg die Zahl der Betroffenen im Freistaat auf sieben. Bei dem neuen Infizierten handele es sich um einen Mann aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Freitagabend in München mit. Auch er arbeite beim Autozulieferer Webasto aus dem oberbayerischen Gauting-Stockdorf – wie die fünf ersten bekanntgewordenen Fälle. Zudem war ein Kind eines der Erkrankten ebenfalls positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden. Von 128 jüngst (Stand 20.30 Uhr) vorliegenden Testergebnissen von Mitarbeitern der Firma waren 127 negativ und einer positiv.

+++ 31.01.2020: Rückflug aus Coronavirus-Gebiet in Frankfurt erwartet +++

Auf dem Frankfurter Flughafen wird am (morgigen) Samstag eine Maschine der Luftwaffe erwartet. Sie bringt Passagiere aus der am stärksten mit dem neuen Coronavirus belasteten Region in China zurück nach Deutschland. Die Maschine war am Freitagmittag vom Flughafen Köln-Wahn gestartet. Wann genau sie in Frankfurt landet, war am Freitagabend noch unklar.

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) wollen am Mittag (12.30 Uhr) in Bonn erläutern, was mit den Rückkehrern genau passieren soll.

Nach dpa-Informationen sollen rund 130 Menschen zurückgeholt werden – rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit. Nach Angaben der Behörden sind weder Erkrankte noch Verdachtsfälle an Bord.

Nach der Landung sollen die Ankommenden schon an Bord von Medizinern begutachtet und befragt werden. Danach werden sie in ein sogenanntes Medical Assessment Center gebracht – eine umgewidmete Sporthalle, in der Feldbetten und Untersuchungsräume bereitstehen. Der Zwischenstopp soll nur wenige Stunden dauern. Danach sollen die Rückkehrer zu einem Luftwaffenstützpunkt im rheinland-pfälzischen Germersheim gebracht werden. Dort müssen sie für zwei Wochen in Quarantäne.

+++ 31.01.2020:Erste Coronavirus-Fälle in Russland bestätigt – zwei Chinesen +++

Auch Russland hat nun erstmals Coronavirus-Infektionen offiziell bestätigt. Es handele sich um zwei chinesische Staatsbürger, die mit dem Virus infiziert seien. Das sagte die russische Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Die Patienten seien in Sibirien isoliert worden. Es gebe kein Risiko der weiteren Ausbreitung des Virus, teilten die Behörden in Moskau mit. Die zwei Fälle gab es demnach in der Region Transbaikalien und im Gebiet Tjumen. Russland hatte zuvor einen Teil seiner Grenze mit China geschlossen, um die Gefahr der Ausbreitung einzudämmen.

Golikowa, die einen von Kremlchef Wladimir Putin angeordneten Krisenstab für den Fall des Ausbruchs der Virus-Epidemie leitet, kündigte auch eine Neuregelung des Luftverkehrs mit China an. Der Flugverkehr werde zu großen Teilen eingestellt – außer regulärer Flüge der russischen Gesellschaft Aeroflot nach Peking, Shanghai und Guangzhou sowie Hongkong.

Auch Linienflüge chinesischer Gesellschaften zum Moskauer Flughafen Scheremetjewo seien weiter erlaubt. Die Regelung gilt vom 1. Februar an. Russland will außerdem Hunderte Bürger aus der von der Epidemie betroffenen Region in China zurückholen. Auch Chinesen, die eine Aufenthaltsgenehmigung in Russland haben, sollten zurückkehren dürfen.

+++ 31.01.2020: Kind in Bayern an neuem Coronavirus erkrankt +++

In Bayern hat sich ein Kind nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handelt sich um das Kind eines infizierten Mannes aus dem Landkreis Traunstein, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Somit ist zum ersten Mal in Deutschland ein Familienmitglied eines Infizierten erkrankt. Details wie das Alter des Kindes waren zunächst unklar.

Insgesamt gibt es im Freistaat nun sechs bestätigte Coronavirus-Fälle. Bis auf das Kind sind alle Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto. Dort war vergangene Woche eine infizierte Kollegin aus China zu Gast, die ihre Erkrankung erst auf dem Rückflug bemerkt hatte.

+++ 31.01.2020: Berlin rät von Reisen nach China ab +++

Wegen der rasanten Ausbreitung der Lungenkrankheit rät das Auswärtige Amt von Reisen nach China ab. Die Infektionen und Todesfälle erlebten bis Freitag den größten Anstieg innerhalb eines Tages. Bundesbürger sollten von Reisen nach China absehen. „Verschieben Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Reisen nach China“, heißt es in neuen Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes. Vor einem Besuch in der schwer betroffenen Provinz Hubei wird ausdrücklich gewarnt.

+++ 31.01.2020:Mehr als 100 Menschen kommen mit Rückholflug nach Deutschland +++

Mit dem Flug der Luftwaffe wegen der Lungenkrankheit in China sollen mehr als 100 Menschen nach Deutschland geholt werden. Es gebe darunter niemanden, der infiziert sei, und auch keine Verdachtsfälle, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag in Berlin. Die Maschine sollte noch am Freitagvormittag in die schwer vom Coronavirus betroffene Provinz Hubei starten, nachdem nun alle Genehmigungen der chinesischen Behörden vorliegen. Die Ankunft in Deutschland ist an diesem Samstag vorgesehen. Beim Hinflug sollen auf Bitten Chinas 10 000 Schutzanzüge mitgenommen werden, die vor Ort gebraucht würden, sagte Maas.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sollen mit dem Flug rund 130 Menschen zurückgeholt werden – darunter rund 90 deutsche Staatsbürger und etwa 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit, die sich angemeldet haben. Maas sagte, es habe auch Anfragen anderer Länder gegeben, ihre Bürger mit auszufliegen, es seien aber alle verfügbaren Plätze in der Bundeswehr-Maschine belegt. Die Teilnahme an dem Rückholflug ist freiwillig.

Nach der Landung am Flughafen Frankfurt sollen die Passagiere für die Inkubationszeit von 14 Tagen in Quarantäne kommen. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums ist dafür eine zentrale Unterbringung in einer Ausbildungskaserne auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz vorgesehen. Dieser liegt etwa 100 Kilometer vom Frankfurter Flughafen entfernt.

+++ 31.01.2020: Coronavirus: China hilft Landsleuten bei Rückreise nach Hubei +++

China will im Ausland gestrandeten Menschen aus der Provinz Hubei bei der Rückreise in die Heimat helfen. Wie eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Freitag abkündigte, soll Landsleuten aus Hubei und insbesondere der vom Coronavirus besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan wegen der derzeitigen Schwierigkeiten so schnell es geht dabei geholfen werden, mit Chartermaschinen zurück nach Hause zu kommen. Fluggesellschaft rund um die Welt hatten zuvor zahlreiche Flüge nach China gestrichen.

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China hatte am Freitag den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213. Das Virus war Ende Dezember in Wuhan, das zur Provinz Hubei gehört, vermutlich auf einem Tiermarkt ausgebrochen.

+++ 31.01.2020:Coronavirus: China „absolut zuversichtlich“ Kampf zu gewinnen +++

In einer Reaktion auf die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufene internationale Notlage hat China erneut zugesichert, die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit in den Griff kriegen zu können. „Wir sind absolut zuversichtlich und in der Lage, den Kampf gegen diese Epidemie zu gewinnen“, sagte Hua Chunying, ein Sprecher des Pekinger Außenministeriums, laut einer am Freitag verbreiteten Mitteilung. China werde auf „transparente und verantwortungsvolle Weise“ die betroffenen Parteien stets umgehend über die Seuchenlage informieren. Man pflege eine enge Kommunikation und Zusammenarbeit mit der WHO. Viele Maßnahmen, die bislang von China im Kampf gegen das Virus getroffen worden seien, hätten internationale Anforderungen weit übertroffen.

+++ 31.01.2020:US-Außenministerium: Amerikaner sollen nicht mehr nach China reisen +++

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus ruft die US-Regierung Amerikaner dazu auf, nicht mehr nach China zu reisen. US-Staatsbürger in China sollten die Ausreise in Betracht ziehen, hieß es in dem am Donnerstagabend (Ortszeit) verschärften Reisehinweis des Außenministeriums in Washington. Amerikanische Regierungsmitarbeiter, die nicht unbedingt nach China reisen müssten, sollten ihre Reisen wegen des Virus verschieben. Das US-Außenministerium stufte den Reisehinweis für China auf die höchste von vier Warnstufen hinauf – „nicht reisen“.

+++ 31.01.2020: Zahl der Infektionen und Toten in China steigt wieder drastisch +++

Die Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China haben den bisher größten Anstieg innerhalb eines Tages verzeichnet. Die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen kletterte um 1981 auf 9692, wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking berichtete. Die Zahl der Toten stieg um 42 auf 213.

Der Ausbruch der „akuten Atemwegserkrankung“, wie sie jetzt offiziell genannt wird, zählt damit schon deutlich mehr Infektionen als vor 17 Jahren die Sars-Pandemie mit 8096 Fällen. Damals starben 774 Menschen durch das „Schwere Akute Atemwegssyndrom“ (Sars). Der neue 2019-nCoV-Erreger ist eine Variante des Sars-Virus.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte die rasante Ausbreitung des Virus zu einer „gesundheitlichen Notlage von internationaler Tragweite“. Das bedeutet, dass die mehr als 190 Mitgliedsländer von der WHO empfohlene Krisenmaßnahmen untereinander koordinieren.

„Wir sitzen alle im selben Boot“, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag nach einer Krisensitzung in Genf. Das Virus könne nur gemeinsam aufgehalten werden. „Das ist die Zeit für Fakten, nicht Angst.“ Weltweit sind Infektionen in rund 20 Ländern festgestellt worden. In Deutschland sind inzwischen fünf Fälle bekannt.

+++ 30.01.2020: Weltgesundheitsorganisation ruft internationalen Notstand aus +++

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus 2019-nCoV hat mittlerweile die weltweiten Fälle bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren übertroffen. Mit 317 neuen Erkrankungen, die die Behörden der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina am Donnerstag berichteten, kletterte die Gesamtzahl weltweit auf mehr als 8.100. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 nach Auskunft der Weltgesundheitsorganisation 8.096 Menschen erkrankt und 774 gestorben. Durch das neue Virus, das mit dem Sars-Erreger verwandt ist, sind bisher 170 Menschen ums Leben gekommen.

Coronavirus in ganz China nachgewiesen – Höhepunkt der Epidemie noch nicht erreicht

Mit der ersten Erkrankung in Tibet sind nun in allen Regionen und Provinzen Chinas Infektionen nachgewiesen. Der Anstieg ist rasant. Vor zwei Wochen waren erst 40 Fälle gezählt worden. Der Höhepunkt der Epidemie wird frühestens in einer Woche erwartet. Außerhalb der Volksrepublik sind in rund 20 Ländern mehr als 100 Infektionen gezählt worden. In Deutschland gibt es bislang vier bestätigte Fälle. Die Patienten sind nach Angaben von Donnerstag ohne Symptome.

Deutschland plant Rückholaktion aus Coronavirus-Metropole Wuhan

Die Bundesrepublik plant eine Rückholaktion für deutsche Staatsbürger aus der besonders schwer betroffenen Metropole Wuhan. Der Flug war zunächst für Samstag geplant. Sicher war das aber auch am Donnerstag noch nicht. Die Teilnahme ist freiwillig. Nach bisherigen Schätzungen geht es um rund 90 Bundesbürger. Die Rückkehrer sollen 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne, wie zuerst die Zeitungen des Medienhauses VRM berichteten.

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