Coronavirus Sars-CoV-2 2020 im News-Ticker : Corona-Alarm! Drei Menschen sind in Italien gestorben

In Italien drängen sich Hunderte Menschen vor einem Supermarkt. Nach dem Tod zweier Menschen sind Teile des öffentlichen Lebens in Italien zum Erliegen gekommen.Bild: dpa
In China sind erneut fast 100 Menschen dem neuartigen Coronavirus zum Opfer gefallen. Die Pekinger Gesundheitskommission meldete am Sonntag 97 weitere Tote, womit die Gesamtzahl der Opfer seit Ausbruch der Covid-19 genannten Krankheit in China auf 2442 gestiegen ist. Die Zahl neu bestätigter Infektionen kletterte um 648 auf 76 936. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang mehr als 1500 Infektionen und 19 Todesfälle bekannt. In Südkorea und Italien waren die Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 zuletzt sprunghaft gestiegen.

Coronavirus 2020: Sars-CoV-2-Epidemie im News-Ticker aktuell:

+++ 23.02.2020: Dritter Todesfall in Italien nach Coronavirus-Ausbruch +++

In Italien gibt es nach dem Coronavirus-Ausbruch ein drittes Todesopfer. Eine ältere, vorerkrankte Frau sei gestorben, die in der Klinik von Crema in der Onkologie gelegen habe, sagte der Gesundheitsbeauftragte der Region Lombardei, Giulio Gallera, am Sonntag. Zuvor waren in Italien zwei ältere Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren: eine Person in der Lombardei und eine in Venetien.

+++ 23.02.2020: Coronavirus: Auswärtiges Amt in Kontakt mit italienischen Behörden +++

Nach der Abriegelung einiger italienischer Städte wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 hat sich die Bundesregierung mit den dortigen Behörden in Verbindung gesetzt. „Unsere Botschaft und die deutschen Konsulate in Italien stehen mit den italienischen Behörden in Kontakt für den Fall, dass die italienischen Maßnahmen Deutsche betreffen“, hieß es am Sonntag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. Rückkehrern aus den betroffenen Regionen in Norditalien wurde empfohlen, sich an die entsprechenden Hinweise des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf deren Internetseiten zu halten.

Ungeachtet drastischer Maßnahmen zur Eindämmung ist die Zahl der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Italien unvermindert gestiegen. Bis zum Sonntagnachmittag waren bereits mehr als 130 Sars-CoV-2-Fälle erfasst. Allein in der Lombardei waren rund 90 Infektionen nachgewiesen. Zahlreiche Veranstaltungen wurden vorsorglich abgesagt.

Um die weitere Ausbreitung im wirtschaftlich wichtigen Norden des Landes zu unterbinden, werden die am stärksten betroffenen Städte abgeriegelt. Betroffen ist die Provinz Lodi (Lombardei) rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand, wo rund 50.000 Menschen leben, sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua (Venetien) mit rund 3000 Einwohnern.

+++ 23.02.2020: Weiterer „Diamond Princess“-Passagier tot +++

Ein weiterer mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Passagier von Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ in Japan ist gestorben. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am Sonntagabend (Ortszeit) unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Der Japaner in seinen 80ern war positiv getestet und in ein Krankenhaus gebracht worden, wo er verstarb. Es ist der dritte Todesfall unter den Passagieren des Schiffes.

Insgesamt hatten sich mehr als 600 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, darunter auch ein deutsches Ehepaar. Die von der Regierung in Tokio angeordnete, inzwischen aufgehobene zweiwöchige Quarantäne auf dem Schiff war von einigen Experten als unzureichend kritisiert worden.

Bei einer zunächst negativ auf das neue Coronavirus getesteten japanischen Passagierin des Kreuzfahrtschiffs war nachträglich das Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Die japanische Regierung hatte der Frau in ihren 60ern erlaubt, die „Diamond Princess“ nach Ende der Quarantäne zusammen mit Hunderten anderen negativ getesteten Passagieren am Mittwoch zu verlassen. Sie durften mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren, was auf Unverständnis stieß. Zudem hatte es das Gesundheitsministerium bei 23 Passagieren versäumt, vor ihrer Ausschiffung die nötigen Tests auf das Virus vorzunehmen.

+++ 23.02.2020:Regionalpräsident: Karneval in Venedig wegen Coronavirus abgesagt +++

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge wegen der Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

„Wir müssen uns drastischen Maßnahmen anpassen“, sagte Zaia Reportern in der Region Venetien. Dazu zähle die Absage des Venezianischen Karnevals „und sogar noch mehr“. Nach Angaben des Regierungschefs der nordöstlichen Region ist die Zahl der mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten auf 19 gestiegen. Darunter seien nun auch zwei ältere Personen, die direkt in der Lagunenstadt Venedig im Krankenhaus seien. Insgesamt lag die Zahl der bestätigten Infektionsfälle in Italien am Sonntag bereits bei mehr als 100.

Die eigentlich bis Dienstag stattfindenden Feste und Umzüge des Karnevals von Venedig gehören zu den größten und berühmtesten Veranstaltungen des weltweiten Narrentreibens.

+++ 23.02.2020: Coronavirus in Italien: Infiziertenzahl steigt auf mehr als 100+++

In Italien ist die Zahl bestätigter Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 auf 109 gestiegen. In der Lombardei seien inzwischen 89 Fälle erfasst, sagte der Präsident der am stärksten betroffenen Region, Attilio Fontana, dem Sender SkyTG24 am Sonntag. Betroffen war daneben die norditalienische Region Venetien, wo es laut letzten Zahlen des italienischen Zivilschutzes 17 Infizierte gab. Hinzu kamen einzelne positive Tests in den Regionen Emilia-Romagna und Piemont.

Mitgezählt sind auch die beiden Toten, eine 77-jährige Frau in der Lombardei und ein 78-jährigen Mann in Venetien. Italiens Vize-Gesundheitsminister Pierpaolo Sileri sagte dem Sender SkyTG24, er gehe von weiter steigenden Fallzahlen aus. „Es ist klar, dass wir mehr Fälle haben werden.“ Er hoffe allerdings, dass sie räumlich beschränkt blieben.

Im Versuch, die weitere Ausbreitung des Virus zumindest einzudämmen, hat die italienische Regierung rund ein dutzend Städte in den Zentren des Ausbruchs abgeriegelt. Maßgeblich davon betroffen ist die Provinz Lodi (Lombardei) rund 60 Kilometer südöstlich der Metropole Mailand, wo rund 50 000 Menschen leben, sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua (Venetien) mit rund 3000 Einwohnern, in der der 78-Jährige gestorben war.

+++ 23.02.2020: Italien will mit Coronavirus betroffene Städte abriegeln +++

Die italienische Regierung will die Ausbreitung des Coronavirus im Norden des Landes stoppen und die am stärksten betroffenen Städte abriegeln. Das teilte die Regierung in Rom am Samstagabend mit. In Italien waren zuvor 76 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, zwei Menschen sollen daran gestorben sein. Damit ist Italien das europäische Land mit den weitaus meisten erfassten Sars-CoV-2-Infizierten. In Deutschland wurden bisher 16 Fälle gemeldet, in Frankreich zwölf, darunter ein Todesfall.

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