Coronavirus: Tipps, um die Vielfalt in der Modenbranche zu erhalten

Wegen des Coronavirus haben die Läden geschlossen. Für kleinere Marken könnte das das Ende bedeuten.  ©Dan KitwoodGetty Images

[ad_1]Bisher war in der deutschen Modelandschaft im Grunde für jeden etwas dabei. Ob es nachhaltige Mode war, Übergrößen, ausgefallene Männermode, individuelle Prints, funktionale Mode oder anderes: Sowohl online als auch in Pop-Up-Stores, kleinen eigenen Läden oder auf Designmärkten gab es genügend Auswahl. Aber damit könnte bald Schluss sein. 

Wegen des Coronavirus haben nämlich nicht nur kleinere Labels, die man bisher fast nur auf Märkten fand, Probleme, weil diese nicht mehr stattfinden. Vor allem Labels mit kleinen Läden merken die Krise stark. Denn sie müssen Fixkosten weiter zahlen, die Einkünfte durch Verkäufe in ihren Läden fallen dagegen komplett weg. Die staatlich versprochenen Hilfen werden nicht alle (rechtzeitig) erreichen. Auch Marken mit Onlineshops, die bisher gut funktionierten, bangen um ihre Existenz: Sie haben teilweise Lieferengpässe, Produktionsstopps und sind auf Hilfe angewiesen – und zwar von allen, die von der Krise nicht so stark betroffen sind.

Modelabels tun sich zusammen

Um selbst Aufmerksamkeit zu bekommen, haben sich Labels bereits zusammengetan, um auf die schwierige Situation hinzuweisen. Unter dem Hashtag #supportsustainablebusinesses haben sich zum Beispiel mehrere auf Nachhaltigkeit bedachte Marken in den sozialen Netzwerken Aktionen für Kunden überlegt, um nicht nur etwas zu bekommen, sondern auch etwas zurückzugeben. Auf der Website von Erlich Textil zur Aktion heißt es: „Die Corona-Krise trifft uns als junges Unternehmen hart. Als nachhaltig wirtschaftendes Startup haben wir kaum einen finanziellen Puffer, der uns einigermaßen sorgenfrei durch diese Zeiten bringt. Wir wissen, dass es vielen anderen kleinen Marken momentan ganz ähnlich geht.“

Deswegen habe man die Aktion gestartet. „Ganz nach dem Motto: Einer für alle und alle für einen. Dazu haben wir bei unseren nachhaltigen Lieblings-Brands angeklopft und nachgefragt, welche spannenden Aktionen und Projekte in nächster Zeit anstehen, damit wir diese kommunizieren und uns untereinander vernetzen und unterstützen können.“

Jede einzelne Bestellung, jedes Like und jede geteilte Story auf Instagram können nun helfen, um „diese ungewisse Zeit zu überbrücken und dafür zu sorgen, dass wir euch auch in Zukunft noch tolle, nachhaltige Alternativen anbieten und unsere Umwelt weiterhin unterstützen können“, heißt es auf der Seite weiter.

Auch Designmärkte, die normalerweise nur offline stattfinden, haben sich etwas überlegt, um kleinere Labels weiter zu unterstützen: „Da unsere Märkte im Frühjahr abgesagt sind, bringen wir jetzt den Design Gipfel mit einer großen Rabatt-Aktion in eure Wohnzimmer.“ Es gebe Rabatt, Goodies und viele weitere Überraschungen. „Mit eurem Onlinekauf unterstützt ihr Freiberufler und kleine Unternehmen in diesen schweren Zeiten“, erklären beispielsweise die Verantwortlichen des „Design Gipfel“.

Coronavirus: Tipps, um kleinen Labels zu helfen

Für viele werden solche Aktionen aber nicht ausreichen. Das können auch wir nun tun, damit die vielfältige Mode- und Design-Landschaft auch nach der Krise erhalten bleibt:

  • Vorbestellungen tätigen: Auch, wenn einige Labels gerade nicht so produzieren können wie sonst, kann man schon mal das ein oder andere Teil vorbestellen und erhält es, wenn die Produktion und Lieferung wieder läuft.
  • Alternativ kann man Gutscheine kaufen: Das Geld hilft sofort und man kann sich später in Ruhe etwas davon aussuchen.
  • Wenn man Shirts, Unterwäsche oder anderes braucht: Kaufen Sie es nicht bei den großen Ketten, sondern lieber bei einem Label, das es gerade nötiger hat – auch, wenn das meist ein wenig teurer ist. Aber: Oftmals ist die Qualität dort besser und das Teil vielleicht auch nachhaltig produziert.
  • Unter den genannten Hashtags und anderen (z.B. #MyAfterCoronaTreat, etc.) über die sozialen Netzwerke auf aktuelle Aktionen hinweisen und die Reichweite erhöhen, um potenzielle neue Kunden auf Labels aufmerksam zu machen.
  • Klassisch spenden: Unternehmen freuen sich gerade jetzt über jeden Euro.

Quellen: Website Erlich Textil / Design Gipfel [ad_2]

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