E-Tretroller-Sharingdienst plant Start in 30 deutschen Städten


Elektrischer Tretroller in Lissabon (Foto: Voi Technology)

Das schwedische Startup Voi Technology kündigt die Zusammenarbeit mit 30 deutschen Städten an. Dafür braucht es allerdings zuerst gesetzliche Grundlagen für elektrische Kleinstfahrzeuge im Straßenverkehr.

Am Freitag will das schwedische Urban-Mobility-Startup Voi Technology gemeinsam mit der Stadtverkehr Lübeck GmbH Pläne für eine zukünftige Kooperation vorstellen. Beim Pressetermin mit dem Lübecker Bürgermeister Jan Lindenau werden Voi und der Stadtverkehr Lübeck in einem „Letter of Intent“ die Partnerschaft zum Aufbau eines E-Scooter Sharing-Systems für Lübeck bekanntgeben.

Die geplante Zusammenarbeit in Lübeck ist nur der Auftakt für größere Pläne im deutschen Markt. Voi kündigte an, dass es „in rund 30 deutschen Städten in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Verkehrsbetrieben“ seinen Service anbieten will.

Für die Teilnahme von Elektro-Tretrollern am Straßenverkehr und die Einrichtung von Sharing-Diensten müssen allerdings erst noch gesetzliche Grundlagen geschaffen werden. Abstimmunsgrundlage ist ein „Entwurf einer Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr und zur Änderung weiterer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“. Das Thema steht auf der Tagesordnung der nächsten Plenarsitzung des Bundesrats am 17. Mai, als Top 37 allerdings erst relativ weit am Ende der Sitzung.

Wachsender Markt für elektrische Tretroller

Der Markt fürs E-Tretroller-Sharing ist ein spannendes Investitionsfeld. Vergangenes Jahr gehörten die Anbieter Bird und Lime zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen überhaupt.

Das Berliner Startup Tier Mobility ging zunächst im E-Scooter-freundlichen Wien an den den Start und hat angekündigt, bis Ende des Jahres in 50 bis 100 deutschen Städten aktiv zu sein. Der schwedische Mitbewerber Voi gab im November 2018 bekannt, dass er 50 Millionen Euro von Investoren erhalten hat und kündigte an, in Zukunft auch nach Deutschland zu expandieren.

Wenn in Deutschland bald klare Regelungen für die Nutzung und das Verleihen von elektrischen Kleinstfahrzuegen geschaffen werden, kann es auch hier richtig losgehen mit dem Wettbewerb auf den Straßen. So wie in vielen skandinavischen Städten, wo die E-Scooter längst zum Straßenbild gehören.



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