Festival-Outfit: Praktisch oder stylisch? – Stil


Einst war es egal, was man auf einem Festival trug, weil es danach eh auf den Sondermüll kam. Inzwischen aber sind die Veranstaltungen zu Instagram-Kulissen geworden.


Von Julia Werner und Max Scharnigg

Für sie: Der echte Glastonbury-Look

Musikfestivals sind ja längst eine Art Instagram-Kulisse geworden. Die Menschen tragen die wahnsinnigsten Sachen, also Blumenkränze, Federn, superkurze Hotpants, Römersandalen und sonstigen Deko-Wahnsinn, und legen in dieser unpraktischen Garderobe große Strecken zu Fuß zurück. Modefirmen veranstalten sogar ganze PR-Events auf dem Coachella-Festival.

Es gibt Leute, die sich über diese Kommerzialisierung aufregen – was natürlich hirnrissig ist. Denn man kann ja auch einfach ganz normal angezogen hingehen, um Musik zu hören. So wie die britische Stilikone Alexa Chung zum Beispiel. Auf dem Glastonbury-Festival präsentierte sie sich letzte Woche als ganz normale Person, die sich vor einem Festivalbesuch ganz normale Gedanken macht – über Sturzregen zum Beispiel, oder Ekelerregendes, in das man jederzeit mit den Füßen geraten kann.

Kate Moss schützte sich dereinst mit Hunter-Gummistiefeln und kombinierte sie mit Hot Pants, womit der Festival-Style überhaupt erst geboren war. Was aber anziehen, wenn man nicht die junge Kate Moss ist? Klar: Jeans, bequeme Turnschuhe und eine wasserabweisende Jacke! Denn wer nicht darauf achten muss, dass ihm eine Blume aus der Krone fällt, hat natürlich mehr Spaß an der Musik und generell am Leben.

Dass die gewachste Jacke ein Stück aus der neuen Kollaboration von Alexa Chung mit dem Traditionshaus Barbour ist, ist ein unwichtiges Detail. Julia Werner



Source link

Reply