In Berlin stehen Autofahrerinnen und -fahrer am längsten im Stau | ZEIT ONLINE


Staus und dichter Verkehr sind auf den Straßen in Deutschlands Städten alltäglich, der Verkehrsdatenanbieter Inrix hat in seiner Studie 2018 Global Traffic Scorecard untersucht, wie lange Autofahrerinnen an den verschiedenen Orten warten müssen: Die längste Zeit – durchschnittlich 154 Stunden, mehr als sechs volle Tage – standen Autofahrerinnen und -fahrer im vergangenen Jahr in Berlin im Stau.

Auf die Hauptstadt Berlin folgen die Städte München mit 140 Stunden und Hamburg mit 139 Stunden, die Fahrer im Jahresdurchschnitt im Stau oder im zäh fließenden Verkehr verbracht hätten. Auch in Stuttgart, Leipzig, Nürnberg, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Bremen liege die jährliche Belastung zwischen 108 und 96 Stunden.

Die Daten, die für die Erhebung ausgewertet wurden, stammen nach Angaben von Inrix von Autoherstellern und Verkehrsbehörden. Verglichen werde die durchschnittliche Fahrtdauer mit der schnellstmöglichen Verbindung in weltweit mehr als 200 Städten. Anders als im Vorjahr sei für das Jahr 2018 erstmals nicht nur die Zeit im Stau, sondern auch in dichtem Verkehr gemessen worden. Der durchschnittliche Zeitverlust sei aus diesem Grund im Vergleich zu 2017 stark angestiegen. Auf eine vergleichbare Basis gerechnet sei die Belastung gesunken.

In Paris, London oder Moskau kosten Staus mehr als 200 Stunden

Im internationalen Vergleich sei die Verkehrslage in deutschen Städten verhältnismäßig entspannt: In Rom, Paris, London oder Moskau steckten Fahrerinnen und Fahrer pro Jahr mehr als 200 Stunden auf den Straßen fest. Die weltweit staureichste Stadt ist der Studie nach die kolumbianische Hauptstadt Bogotá – mit 272 Stunden Zeitverlust im Straßenverkehr.

Zur Staulänge auf Autobahnen gibt es andere Untersuchungen, zum Beispiel vom ADAC: In Deutschland ist diese Belastung in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, am höchsten.



Source link

Reply