Lkw-Fahrer hat epileptischen Anfall: Mann reagiert sofort und wird zum Helden

Verbrechen, Streit und Katastrophen: Die Nachrichtenwelt konzentriert sich naturgemäß stark auf negative Ereignisse. In diesem News-Ticker setzen wir ein Gegengewicht – mit großen und kleinen Geschichten über Glück, Gelingen und Entwicklungen, die Hoffnung machen.

Ehrenamtliche organisieren Weihnachtsfeste für Bedürftige und Einsame

11.36 Uhr: Wer Weihnachten alleine ist oder sich keine Feier leisten kann, findet in vielen Städten im Freistaat Angebote. Meist stemmen Ehrenamtliche Weihnachtsfeiern für diese Menschen, bei denen sie Essen bekommen und andere treffen. Örtliche Unternehmen unterstützen diese Feiern materiell und finanziell.

Schwester Hanni Rietsch gründete vor 30 Jahren die „Brücke zum Nächsten“ in Ansbach. Sie kannte durch ihre Arbeit viele obdachlose und einsame Menschen. Für sie organisierte die Ordensschwester ein Weihnachtsfest an Heiligabend. Die Zahl der Gäste nahm von Jahr zu Jahr zu, so dass die Veranstaltung zweimal umziehen musste. Heute kommen rund 200 Gäste nach Ansbach, darunter alleinerziehende Mütter und ältere Menschen. Rund 60 Helfer organisieren nicht nur Programm und Abendessen, sondern setzen sich bewusst zwischen die Gäste. Freiwillige spenden Salate und Nachtisch. Am Abend wird jeder Gast persönlich begrüßt, Ältere werden mit einem Fahrdienst abgeholt.

Ebenfalls einen runden Geburtstag feiert das Weihnachtsfest im Hofbräuhaus in München, das heuer zum 70. Mal stattfindet. Es ist wohl die größte Weihnachtsfeier in der Landeshauptstadt. Etwa 700 Gäste werden hier bewirtet. In Nürnberg wird unter anderem im Haus Eckstein seit 20 Jahren gemeinsam gefeiert. Es ist natürlich Ehrensache, dass hier das Christkind bei den 400 Besuchern vorbeischaut. In Bamberg engagieren sich Jugendliche der offenen Jugendarbeit und ermöglichen es rund 150 Gästen, dass sie an Weihnachten nicht alleine sind. Seit 1964 gibt es die Augsburger Stadtweihnacht der Franziskanischen Gemeinschaft, die an Weihnachten rund 400 Menschen beherbergt. In Regensburg organisieren sowohl Diakonie als auch Caritas Weihnachtsfeiern.

Deutlich größer ist eine Weihnachtsfeier für Bedürftige in Würzburg: Nachdem schon mehr als 1200 Menschen kamen, hat die katholische Glaubensgemeinschaft Sant’Egidio die Feier auf drei Standorte verteilt. Da alle Gäste ein kleines Geschenk erhalten, sieht es beim Organisationsteam seit Wochen aus wie in einer Weihnachtswerkstatt. Mehr als 500 Freiwillige helfen, geplant und organisiert wird für diese überdimensionale Weihnachtsfeier eigentlich das ganze Jahr.

Lkw-Fahrer erleidet epileptischen Anfall – Helfer stoppt rollenden Laster

19.29 Uhr: Das beherzte und mutige Eingreifen eines Unfallzeugen hat in Hachenburg im Westerwald möglicherweise Schlimmeres verhindert. Ein Lasterfahrer habe am Montag während der Fahrt einen epileptischen Anfall erlitten und sei auf die Gegenfahrspur geraten, teilte die Polizei mit. Der Laster touchierte ein Auto und rollte weiter. Der Zeuge sei geistesgegenwärtig auf den fahrenden Lkw gesprungen und habe das Gespann zum Stehen gebracht. Der Lasterfahrer sei bis zum Eintreffen der Rettungskräfte von Zeugen versorgt worden. Verletzt wurde niemand.

50.000 D-Mark in Wanduhr vom Flohmarkt gefunden – Ehrlicher Finder darf Geld behalten

17.29 Uhr: Ein Mann aus Aurich in Ostfriesland hat in einer Wanduhr vom Flohmarkt 50 000 Mark gefunden. Das Geld sei in der Holzverkleidung der rund 80 Zentimeter großen Uhr versteckt gewesen, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Dies fiel dem Mann nach dem Kauf aber erst zuhause auf. Er war so ehrlich, dass er mit dem Geld sofort zum Fundbüro ging und es dort abgab. Als sich nach einer gesetzlichen Frist von sechs Monaten niemand meldete, der das Geld vermisste, gingen die Scheine wieder zurück zum ehrlichen Finder. Er musste an die Stadt lediglich eine Bearbeitungsgebühr von 576 Euro zahlen. Zuvor hatte der NDR darüber berichtet.

Nach Spende: Tiere in bretonischem Zoo können auf Weihnachten in Freiheit hoffen

14.58 Uhr: Die Löwen, Elefanten und Giraffen in einem bretonischen Zoo können zu Weihnachten auf Freiheit hoffen: Eine ungewöhnliche Spendenaktion zum Kauf des Tierparks und zur Wiederaussetzung der Tiere ist erfolgreich verlaufen, wie die Organisatoren mitteilten. Innerhalb von knapp einer Woche kamen 650.000 Euro zusammen.

„Wir hätten nicht gewettet, so schnell erfolgreich zu sein“, sagte die Vizevorsitze der Initiative „Rewild“ (auf Deutsch etwa: wieder wild), Lamya Essemlali, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. Die Initiative wollte bis Mai ein Startkapital von 600.000 Euro einsammeln. Eine Großspende von 250.000 Euro kam demnach vom Gründer eines französischen Online-Dating-Dienstes. „Aber von Anfang an waren auch viele Kleinspender dabei“, sagt Essemlali.

Der Initiative gehören sieben Umwelt- und Tierschutzorganisationen an. Sie haben einen Vorvertrag mit einem Zoo im bretonischen Pont-Scorff geschlossen. Ziel ist es, die rund 560 Tiere aus dem Westen Frankreichs wieder in ihre Herkunftsländer zu bringen. Darunter sind auch Nilpferde, Pinguine, Rote Pandas und Wölfe.

Ist der Zoo einmal leer, soll er den Plänen zufolge geschmuggelte exotische Tiere aufnehmen, die der Zoll sicherstellt. Über ein Restaurant und ein Ausbildungszentrum soll sich das Projekt mittelfristig selbst finanzieren. Bis dahin seien weitere Spenden im Internet willkommen, sagte die Rewild-Vizevorsitzende. Nach ihren Angaben sind monatlich 100.000 Euro nötig.

Lotto-Multimillionär aus England arbeitet weiter auf Baustellen – unbezahlt

Montag, 23. Dezember, 11.02 Uhr: 105.100.701,90 Pfund oder 123,4 Millionen Euro – so groß war der Euromillions-Jackpot, den der Brite Steve Thomson im November knackte. Der Lottogewinn machte den Bauuunternehmer aus Südengland zum Multimillionär und laut „Daily Mail“ zum neuntgrößten Lotto-Gewinner Großbritanniens. Doch der 42-jährige Familienvater wünschte sich trotz des plötzlichen Reichtums, ein normales Leben zu führen. Deshalb arbeitet er weiterhin in seinem alten Beruf als Bauunternehmer und will Aufträge, die er vor dem Knacken des Lotto-Jackpots angefangen hat, zu Ende bringen – und das ohne Bezahlung.

Wie die „Sun“ berichtet, stellte er zum Beispiel im Dezember den Wintergarten eines Nachbarin fertig. Die Bezahlung lehnte er mit der Begründung ab, die Frau solle das Geld für Weihnachten behalten. „Er verlangte nichts. Das zeigt, dass er ein Super-Typ ist, ein guter Mann“, sagte sie der „Sun“. Thomson selbst sagte: „Ich fühle mich normal und will das auch bleiben.“

Die Arbeit auf der Baustelle helfe ihm, mit dem überraschenden Millionengewinn fertigzuwerden. Seitdem sei sein Leben eine „emotionale Achterbahnfahrt“ gewesen, sagte der 42-jährige. „Es war sehr stressig. Ich kann noch immer nicht schlafen. Und essen kann ich auch noch nicht richtig.“ Mit Frau und Kindern will Thomson in ein größeres Haus umziehen. Seine Partnerin hat ihren Job in einem Lebensmittelgeschäft mittlerweile gekündigt. Er werde nicht alle Aufträge vor Weihnachten erledigen können, sagte Thomson. Aber er tue, was er kann.

Kinder versinken in Matschgrube – Feuerwehr rettet sie mit Leiter-Methode

22.01 Uhr: Die Freiwillige Feuerwehr Hainstadt hat am Samstag zwei Kinder im Alter von neun und zehn Jahren aus einer Tongrube befreit. Die Geschwister waren in Hainstadt (Landkreis Offenbach) laut Polizei beim Spielen im Matsch der Grube steckengeblieben.

Drei weitere Kinder hatten sich bereits selbst aus dem Lehm befreit, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der Boden der Grube war demnach stark durchnässt, sodass sich die beiden Geschwister – ein Junge und ein Mädchen – weder durch eigene Kraft noch durch die Unterstützung anwesender Eltern aus dem Matsch befreien konnten.

Nur mittels einer Steckleiter und Holzbrettern sei es der Feuerwehr nach eigenen Angaben gelungen, die Kinder zu erreichen. Alle fünf bekamen – um die Stimmung der erschöpften Kinder zu heben – laut Feuerwehr jeweils einen Teddybären geschenkt.

Duisburger PizzaBäcker lässt Pizza an Obdachlose in Parks ausliefern

20.22 Uhr: In Duisburg hat ein Pizza-Bäcker am vierten Adventssonntag Obdachlose in Parks mit ihrer Lieblingspizza beliefert. „Ich habe mir das abgeguckt von Frank Zander“, erzählte Nejat Morkan am Sonntag der dpa in Anspielung auf den Berliner Entertainer, der jedes Jahr Obdachlose zum Essen einlädt.

Morkan arbeitet für seine besondere Weihnachtsaktion, die bereits zum vierten Mal stattfindet, sogar mit einer Fahrschule zusammen: Fahrlehrer klappern mehrere Parks ab und fragen die Bedürftigen nach ihrem Wunschgericht. Wenig später werden die Pizzen im Restaurant zubereitet und ausgeliefert. Im vergangenen Jahr verschenkte Morkan 120 Pizzen – das will er in diesem Jahr toppen. Auch in Herne und Essen gibt es in diesen Tagen Aktionen, bei denen Obdachlose von Restaurants eingeladen werden. Zuvor hatte der „WDR“ berichtet.

170 neue Multimillionäre: Hauptgewinn bei Weihnachts-Lotterie „El Gordo“ nach wenigen Minuten gezogen

Sonntag, 22. Dezember 2019, 13.04 Uhr: Bei der spanischen Weihnachts-Lotterie „El Gordo“ (Der Dicke) ist der Hauptgewinn schon wenige Minuten nach dem Auftakt gezogen worden. Er entfiel am Sonntag auf die Losnummer 26590. Der Hauptgewinn, nach dem die Lotterie benannt ist, beträgt vier Millionen Euro für ein ganzes Los. Er wird 170 Mal ausgezahlt, da jede Losnummer 170 Mal verkauft wird.

Insgesamt werden dieses Jahr Gewinne von fast 2,4 Milliarden Euro unters Volk gebracht. Gemessen an der ausgespielten Gesamtsumme gilt die spanische Weihnachtslotterie als die größte Tombola der Welt. Die „Lotería de Navidad“ blickt auf eine über 200-jährige Tradition zurück und gilt deshalb auch als die älteste weltweit. Die erste Ziehung fand bereits 1812 statt.

Die Ziehung der Glückszahlen im Madrider Opernhaus Teatro Real wurde zwei Tage vor Heiligabend vor einem Millionenpublikum live im Fernsehen übertragen. Die gezogenen Losnummern und auch die Höhe des jeweiligen Gewinns wurden der Tradition folgend erneut von Schülern des Internats San Ildefonso singend vorgetragen. Angesichts der großen Ehre, bei „El Gordo“ dabei sein zu dürfen, hatten einige der Kinder Tränen in den Augen. Da es auch viele kleinere Preise gibt (insgesamt fast 1800), dauert die Ziehung knapp vier Stunden. Der Hauptgewinn war 2018 erst um 12.34 Uhr gezogen worden, diesmal gut drei Stunden früher.

Landesweit bilden sich überall Tippgemeinschaften unter Freunden oder Kollegen. Der Einzelne begnügt sich meistens mit einem Zehntellos, weil der Spaß nicht billig ist: Ein ganzes Los kostet 200 Euro. Auch immer mehr deutsche Tipper nehmen teil: Zuletzt sollen es laut Berichten mehr als 150.000 gewesen sein.

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