„Markus Lanz“: Sting plaudert in ARD-Talkrunde über sein erstes Mal


Darüber kann wohl auch er nur herzlich lachen. Nämlich als Moderator Markus Lanz dem 67-Jährigen schmeichelt, wohl in einem besseren Zustand als die SPD zu sein. Lustig ist da vor allem, dass Sting aufgrund des leicht zeitversetzten Dolmetschens mit seinem lauten Lacher auch entsprechend später herausplatzt – und Markus Lanz dadurch bei seiner stakkatoartigen Anmoderation der Gäste etwas aus dem Konzept kommt.

 „Wie schafft man den Übergang von Sting zur SPD?“, hatte Lanz sich da ohnehin bereits zu Recht gefragt. Nicht so leicht, und so hält er es in der weiteren Sendung dann lieber umgekehrt. Also dürfen erst einmal der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, und der Journalist Markus Feldenkirchen (Spiegel) loslegen und die Situation nach dem Rücktritt der SPD-Parteivorsitzenden Andrea Nahles analysieren.

Neuer SPD-Parteivorsitzender wird auf YouTube bekannt gegeben?

Im Moment mangelt es ja vor allem an einem möglichen Nachfolger für die Parteispitze und auch Lars Klingbeil wehrte bereits ab, wie ein Einspieler zeigt. Er hätte als Generalsekretär genug zu tun. Angesichts der Ausreden oder angeführten Gründe der anderen potenziellen Kandidaten würde das ja aber „fast wie eine Bewerbung“ klingen, scherzt Markus Feldenkirchen. Eine solche Entscheidung würde man gegebenenfalls dann heutzutage aber auf YouTube bekanntgeben, kontert Klingbeil. Und versucht ansonsten das Gespräch auf die neuen Wege zu konzentrieren, die die SPD nun beschreiten will und muss.

So auch schon bei der Wahl des neuen Parteivorsitzes. Das sollen keine Hinterzimmer-Entscheidungen von Einzelnen aus der Führungsriege mehr sein. Der 41-Jährige gibt sich zuversichtlich und kämpferisch. Sollte es Widerstand von den älteren Semestern gegen seine neuen Konzepte geben, „dann können wir sagen, jetzt ist unsere Generation dran.“

 

Markus Lanz, plötzlich überraschend milde, wünscht ihm und seiner Partei, die doch eigentlich immer viel gute Arbeit geleistet hätte, „dass das gut ausgeht“. Der Übergang zu seinem hochkarätigen Stargast Sting fällt dann vielleicht auch deshalb nicht so schwer, weil auch Klingbeil mal eine Karriere als Musiker angestrebt hat. Seine Band hieß „Simply Bad“ und seine erste Zeit im Bundestag hat er noch mit wilder Mähne und Nasenring bestritten. Sting kann nach diesem Insight ins tagesaktuelle deutsche Politgeschehen schmunzelnd bekennen, wie froh er ist, kein Politiker geworden zu sein.

Sting schwärmt vom ersten Mal

Als Sting zum ersten Mal einen seiner Songs im Radio hörte, fiel er vor Überraschung von der Leiter. Das sei ein unbeschreibliches Gefühl gewesen, er strich da gerade die heimische Küche. Wie Sex, oder noch besser. Mittlerweile hat er über 100 Millionen Platten verkauft, war zunächst mit der Band Police erfolgreich, nach deren Auflösung dann auch als Solokünstler.

Heute mache er Musik nur noch zum Spaß und um andere zu erfreuen. Erfolg brauche er nicht mehr für sein Ego, denn: „Hits hatte ich genug“. Auch privat läuft wohl alles bestens. Seine Frau und er würden sich „nicht so oft sehen“, weil er nach wie vor viel unterwegs ist; aber das würde sie wohl „jung und frisch“ halten. Die beiden haben sechs Kinder und mittlerweile sieben Enkel. „Was für ein wunderschönes Leben“, denke er oft.

Passend zum „Tag der Organspende“ am kommenden Samstag ist außerdem noch das Ehepaar Gerd und Insa Kuck zu Gast, das von der schweren Zeit vor der Transplantation eines Spenderherzes für Gerd berichtet. Seit neun Monaten schlägt es nun aber dankenswerterweise schon in seiner Brust. Und passend zur erfolgreichen Organtransplantation folgt die Performance von Stings Titel „Every Breath You Take“. Atemberaubend auch in der neuen Version für sein aktuelles Album „My Songs“.

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