[UPDATE] Falt-Test des Razr ist schneller vorbei als gedacht

QUELLE: MOTOROLA
Wie schon beim Samsung Galaxy Fold wurde das Scharnier des Motorola Razr einem Härtetest unterzogen. Nach gerade einmal vier Stunden begann sich das Scharnier zu versteifen, der Bildschirm blieb allerdings heil.

Update vom 08.02.2020

Der FoldBot von SquareTrade ist einfach nicht dazu gedacht, unser Gerät zu testen.

Mittlerweile hat Hersteller Motorola auf den Test reagiert und in einer Stellungnahme CNET gegenüber das Test-Procedere generell in Zweifel gezogen: „Das Razr ist ein einzigartiges Smartphone mit einem dynamischen Klappsystem, das sich von allen anderen Geräten auf dem Markt unterscheidet. Der FoldBot von SquareTrade ist einfach nicht dazu gedacht, unser Gerät zu testen. Daher werden alle Tests, die mit diesem Gerät durchgeführt werden, das Scharnier übermäßig beanspruchen und es nicht erlauben, das Telefon wie beabsichtigt zu öffnen und zu schließen, was den Test ungenau macht. Es ist wichtig, daran zu denken, dass der Razr während der Produktentwicklung ausgiebigen Zyklen-Dauertests unterzogen wurde, und der CNET-Test ist kein Hinweis darauf, was Verbraucher bei der Verwendung des Razr in der realen Welt erleben werden. Wir haben volles Vertrauen in die Haltbarkeit von Razr.“

Schon im vergangenen Jahr hatte CNET den absoluten Härtetest für Foldables entwickelt. Dafür wurde ein Roboter entwickelt, der das Telefon immer wieder gefaltet hat. Im Livestream konnte das Spektakel dann mitverfolgt werden. Wer ab der ersten Minute dabei sein wollte, der brauchte vermutlich mehr als einen Kaffee. Denn das Samsung Galaxy Fold schlug sich recht gut, erst nach 14 Stunden unnachgiebigen Faltens machte das Gerät schlapp. Nach dieser Zeit hatte das Fold insgesamt fast 120.000 Faltvorgänge hinter sich. Ein gutes Stück weniger als die vom Hersteller versprochenen 200.000 Faltvorgänge, trotzdem ein beachtliches Ergebnis. Besonders im Vergleich zum Motorola Razr (2020), hier wurde der Test nämlich schon nach vier Stunden abgebrochen. Wobei das Telefon nicht völlig versagte.

Nach 27.000 Mal falten ist Schluss

Während der Test lief wurde immer deutlicher, dass das Scharnier Probleme entwickelte. Die Maschine war nach einer Weile nicht mehr in der Lage, das Telefon komplett zu schließen, da sich der Widerstand deutlich erhöht hatte. Eigentlich braucht es kaum Kraft, um das Foldable zusammenzuklappen. Wie schon das Original-Razr aus dem Jahr 2004 lässt sich das Foldabe mit einem befriedigenden Schnappen schließen. Nach etwas mehr als 27.000 Faltvorgängen war damit aber Schluss. Das Display ließ sich nur noch mit einigem Kraftaufwand schließen, außerdem knarzte das Scharnier deutlich. Anders als beim Galaxy Fold war allerdings der Bildschirm noch vollständig intakt. Hier hielt das Scharnier dafür deutlich länger durch.

Aber was bedeutet das für die Langlebigkeit des Razr? Laut einer Studie im Jahr 2017 checken Amerikaner 80-mal am Tag ihr Smartphones. Demnach würde das Foldable von Motorola also etwa ein Jahr durchhalten, bevor das Scharnier den Geist aufgibt. Allerdings lässt sich das Telefon natürlich auch mit etwas schwergängigem Scharnier weiter benutzen. Natürlich spielt es auch eine Rolle, wie sorgsam Sie mit Ihrem Gerät umgehen und ob nicht Staub oder andere Fremdkörper in den Mechanismus eindringen können.

Mit 1.500 US-Dollar ist das Motorola Razr nicht besonders günstig. Wer sich für diesen Preis ein Smartphone kauft, der hat vermutlich vor, es etwas länger als nur ein Jahr nutzen zu können. Möglicherweise könnte Samsung mit dem Galaxy Z Flip schon recht bald nicht nur das günstigere und schnellere, sondern auch das stabilere Clamshell-Foldable auf den Markt bringen. Hier soll der südkoreanische Konzern sogar ultradünnes Glas (UTG) für das Display verwenden, wodurch der Bildschirm sehr viel robuster wird.

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