Workplace as a Service (WaaS)



Komplette Arbeitsumgebungen zur Miete sparen Investitionskosten und schaffen so mehr Spielraum für das eigentliche Kerngeschäft. Allerdings unterscheiden sich WaaS-Angebote zum Teil sehr.

Rechner tauschen, Strippen ziehen, Dosen patchen – das Leben eines IT-Mitarbeiters findet zu einem großen Teil unter Schreibtischen und hinter Regalen statt. So mancher rückengeplagte Administrator träumt daher sicher davon, neue Arbeitsplätze einfach per Mausklick einzurichten – am besten noch mit Lieferung der passenden Computer frei Haus.

Dieser Traum kann Wirklichkeit werden. Das versprechen zumindest die Anbieter von Workplace as a Service (WaaS). Je nach Ausrichtung stellen sie komplette Arbeitsumgebungen als Cloud-Dienst (Software as Service, SaaS) zur Verfügung oder kümmern sich auch um Hardware und deren In­stallation. „Workplace as a Service ist ein umfassendes Service-Angebot, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, komplette Arbeitsplatzlandschaften mit den dazugehörigen IT-Services für Installation und Betrieb einzukaufen“, erklärt Ellen Kuder, Digital Business Solutions Go-to Market Director Europe beim IT-Dienstleister Dimension Data.

Die Grenzen zu anderen Services rund um den IT-Arbeitsplatz sind dabei fließend und werden von verschiedenen Marktteilnehmern ganz unterschiedlich gezogen. Das Marktforschungsunternehmen Information Services Group (ISG) definiert Workplace as a Service beispielsweise als hoch standardisiertes Produkt, das aus einer Public Cloud heraus angeboten und nutzungsabhängig abgerechnet wird. Das unterscheidet WaaS beispielsweise von Virtual Desktop Ser­vices beziehungsweise einer Virtual Desktop Infrastructure (VDI), die kundenspezifische Desktop-Umgebungen aus Public-, Hybrid- oder Private-Cloud-Umgebungen bereitstellen, oder auch vom Desktop-as-a-Service-Modell (DaaS), in dem die Arbeitsplätze über einen dedizierten Cloud-Server ausgeliefert und zentral gemanagt werden. Schließlich wird unter dem Kürzel WaaS auch noch das Modell Workspace as a Service vermarktet, bei dem in der Regel ein endgeräteunabhängiger Zugriff auf eine virtuelle Desktop-Landschaft angeboten wird.

Viele Workplace-as-a-Service-Angebote enthalten dagegen auch weitergehende Dienstleistungen. „Zusätzlich zu reinen Desktop-Services wird der Betrieb der Back-End-Systeme wie Mail- und Sprachkommunika­tion, Collaboration und Dokumentenmanagement sichergestellt und ebenfalls bereitgestellt“, so Ellen Kuder von Dimension Data. Noch einen Schritt weiter gehen Unternehmen wie Aluxo, My Workplace oder Vertical. Sie bieten komplette Arbeitsplätze inklusive Client-Hardware und Peripherie zur Miete an. „Workplace as a Service bezeichnet ein Stück Arbeitsplatz als Full-Service-Angebot für eine feste monatliche Rate“, umreißt Marcus Rieck, Geschäftsführer von Aluxo IT, den Leistungsumfang.



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